Freitag, 10. März 2017

Vorleseliebling: Die sture Raupe Rieke + Verlosung (Werbung)



Unser Vorleseliebling im März kommt, wie so oft, aus dem arsEdition Verlag, der mir freundlicherweise mein Rezensionsexemplar und eine kleine Überraschung für euch zur Verfügung gestellt hat. Es handelt sich also um Werbung, wobei man als Elternteil den kleinen Weltentdeckern nie genug vorlesen kann und das Kinderbuch ist eine wirklich liebe Geschichte für alle, die es nicht eilig haben groß zu werden sondern erstmal das Kleinsein genießen wollen.

Das Kinderbuch „Die sture Raupe Rieke“ wird einigen von euch aus dem Film „SMS für dich“ bekannt sein. Karoline Herfurth und Claas Engels haben die Idee aus dem Film aufgegriffen und das Kinderbuch über die sture Raupe verwirklicht.

Die ersten Seiten des Buches haben mich sehr an einen Kinderbuchklassiker und somit an meine eigene Kindheit erinnert: Die kleine Raupe wollte immer essen, sogar Gummibärchen und Würste. Trotzdem passte sie überall hindurch, sogar durch die Löcher im Käse.

Auch die Illustrationen erinnern sehr stark an den Kinderbuchklassiker, sind aber weniger farbenfroh gestaltet.
Bildrechte arsEdition.de
„Ich mampf in einer Tour“, sagte die Rieke stur. 

„Die sture Raupe Rieke“ vermittelt eine wunderschöne Botschaft an die kleinen Zuhörer: „Jeder kann sich fürs Größerwerden so viel Zeit nehmen, wie er braucht!“ und ist für alle Kleinen, die es mit dem Größerwerden nicht so eilig haben, geeignet. Als Kritikpunkt muss ich aber anführen, dass die einzelnen Verse teilweise richtige Holperreime sind und die Flüssigkeit des Vorlesens so ein wenig leidet. Unserem Frühlingskind hat das Buch trotzdem gut gefallen.

 „Bleib doch klein, solang du kannst. Und solang bleibst du froh!“

Und weil ich die Idee hinter dem Buch toll finde, möchte ich 2 Exemplare des liebevoll gestalteten Kinderbuches an euch und eure kleinen Raupen verlosen.

VERLOSUNG

Beantwortet mir doch bis zum 01.04.2017 um 09:00 Uhr an welchen Kinderbuchklassiker mich die ersten Seiten des Buches erinnert haben. 

Viel Glück!
Vielleicht darf ja die kleine Heldin des Buches bald bei euch einziehen!

„Natürlich wurde Rieke größer. Sie wurde bunt und schön.“

Vielen herzlichen Dank an den Verlag arsEdition, dass ich 2 Exemplare verlosen darf!

Freitag, 3. März 2017

Lieber Herr Korwin-Mikke



Es ist Anfang März. Wir schreiben das Jahr 2017. Die Europa-Abgeordneten treffen sich zu einer Plenardebatte über geschlechterspezifische Einkommensunterschiede in Brüssel. Der polnische Abgeordnete Janusz Korwin-Mikke tritt ans Rednerpult und erklärt, dass Frauen „natürlich“ weniger verdienen müssen als Männer, denn sie sind „schwächer, kleiner und weniger intelligent“

Man mag meinen, dass solche Meinungen bald aussterben, immerhin ist Herr Korwin-Mikke schon 74 Jahre alt und ich würde mir von Herzen wünschen er würde in Pension gehen und keine Plattform mehr haben, um seine überholte Meinung an die Öffentlichkeit zu tragen. Aber ich befürchte, dass solche Meinungen nicht aussterben, sondern wieder im Kommen sind.

Ich habe mich erschrocken, als ich beim Verfolgen der globalen politischen Entwicklungen darüber nachgedacht habe, dass es für mich vermutlich besser ist eine Bubenmama zu sein. Meine zwei kleinen Zwerge werden es als Männer vermutlich einmal leichter haben, als kleine Mädchen. 

Ich bin eine Bubenmama, aber ich kann und will so eine Entwicklung für alle kleinen Mädchen, ob Prinzessinnen oder Räubertöchter, nicht zulassen.Wir müssen uns solidarisieren und aufstehen gegen Sexismus und Diskriminierung. 

Ich bin eine Frau. Und ja, ich bin schwächer als mein Herzmann. Ich kann keine schwere Holzkiste alleine über die Kellerstiege tragen. Aber ich helfe zu tragen, weil es gemeinsam leichter ist als alleine, auch wenn man stark genug ist, um die Kiste alleine zu tragen. 
Miteinander statt gegeneinander. 

And I can do this alone,
But we can do this so much better,
Together, together, together
(Patrick Wolf - "Together")

 
Ich bin eine Frau. Und ja, ich bin kleiner als mein Herzmann. Manchmal komme ich im Supermarkt nicht an das gewünschte Produkt im Regal und manchmal ist es schwer für mich, die Babyschale aus dem Einkaufswagen zu heben, weil ich sie fast über Kopf heben muss. Aber ich komme leichter an Dinge, die unters Bett gerollt sind und kann auch leichter etwas unter dem Autositz hervorkramen, als der Herr des Hauses.


Ich bin eine Frau. Und nein, ich bin nicht weniger intelligent als mein Herzmann. Ich weiß andere Dinge als er, weil ich mich für andere Dinge interessiere. Er interessiert sich für Geschichte, ich weiß mehr über das aktuelle Tagesgeschehen. Er weiß, wo das Heizmaterial gerade günstig ist, ich kenne mich arbeitsrechtlich gut aus. Wir ergänzen uns, gleichen die Schwächen des Anderen aus. Denn Schwächen haben wir alle, egal ob Mann oder Frau.

Ich bin eine Frau und ja, ich bin weniger intelligent als viele Männer und viele andere Frauen. Dafür bin ich manchen Männern und manchen Frauen, zumindest was die Intelligenz betrifft, überlegen.

Es ist Anfang März. Wir schreiben das Jahr 2017 und ein alter Mann hat mir vor Augen geführt, dass wir noch meilenweit von der Gleichberechtigung entfernt sind. Wir sollten aufhören über andere Erziehungsmethoden zu diskutieren. Wir sollten aufhören über andere Erscheinungsbilder zu urteilen. Es ist ganz egal, ob jedes Wort in einem Aufsatz gegendert ist oder nicht. Das ist nicht, worauf es ankommt!

Wir sollten gemeinsam aufstehen, Männer und Frauen, und Menschen wie Herrn Korwin-Mikke zeigen, dass ihre Meinung nicht nur unangebracht, sondern auch unerwünscht ist. Wir sollten ihnen zeigen, dass ihre Meinung nicht mehrheitsfähig ist.

Wir sollten unseren Kindern vorleben, dass es vollkommen egal ist, ob man eine Frau oder ein Mann ist. Man sollte Menschen auf Grund ihres Handelns beurteilen, nicht auf Grund ihres Geschlechts.  Wir sollten alles dafür tun, damit unsere Kinder in einer besseren Welt leben und sich nicht über Weltbilder von gestern ärgern und erschrecken müssen.

Lieber Herr Korwin-Mikke. Ohne eine Frau, wären Sie nicht auf der Welt! Eine Frau hat Sie über Monate unter ihrem Herzen getragen, eine Frau hat Sie geboren und genährt. Vermutlich hat Sie eine Frau getröstet, wenn Sie traurig waren, Ihnen Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. 

Lieber Herr Korwin-Mikke, diese Frau tut mir leid, weil Ihr Vater Ihrer Mutter vermutlich keine Stütze war, sonst hätten Sie nicht so ein Weltbild. Diese Frau tut mir leid, weil Sie ihrem Kind keine bessere Weltanschauung vermitteln konnte.

Lieber Herr Korwin-Mikke, die Welt funktioniert in dem Männer und Frauen miteinander agieren und sich gegenseitig ehren und schätzen. Denn eines ist gewiss: Ohne Frauen gäbe es uns nicht. Ohne Männer aber auch nicht.

Lieber Herr Korwin-Mikke, ich bin heilfroh, dass mein Herzmann nicht so ist, wie Sie. Und ich hoffe inständig, dass meine beiden Buben auch nicht solche Männer werden, wie Sie einer sind. Ich werde alles in meiner Macht stehende unternehmen, dass meine beiden Buben lernen,  dass es vollkommen egal ist, ob man Mann oder Frau ist und mein Herzmann hilft mir dabei. Der putzt übrigens auch und trägt den Müll raus. 

PS: Übrigens verdiene ich mehr als mein Herzmann. Schmerzt Sie das sehr?
PPS: Ich bin auch keine Schachweltmeisterin. 

Sonntag, 27. November 2016

Unser Weihnachtsliebling am 1. Advent ist eine kleine Hummel



Ihr Lieben,

ich wünsche euch einen schönen ersten Advent. Die erste Kerze brennt am Adventkranz. Die ersten Sorten Plätzchen wurden schon gebacken. Ein Feuer brennt im Ofen und das erste Weihnachtslied wurde schon gesungen. 

Ich liebe den Zauber der Vorweihnachtszeit. Die Beleuchtung im Ort, die Lichterketten an den Fenstern, die Krippe in der Fußgängerzone, den Duft nach Zimt und Bratäpfeln, warmen Tee und Kuscheln auf dem Sofa. Was ich am Allerliebsten im Advent habe sind die vielen Vorlesestunden mit meinen Zwergen. Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch für die Vorweihnachtszeit vorstellen. Unser diesjähriger Weihnachtsliebling ist:

Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten

Bildrechte: arsEdition
 Wir sind schon seit dem ersten Buch rund um die kleine Hummel Bommel große Fans der Kinderbuchreihe von Britta Sabbag, Maite Kelly und Joelle Tourlonias und sind froh, dass die Kleine Hummel Bommel im Verlag arsEdition keine Eintagsfliege geblieben ist.

Auch die Weihnachtsgeschichte rund um die Kleine Hummel Bommel hat uns wieder überzeugt, denn das wunderschön gestaltete Kinderbuch übermittelt, nicht nur den Kleinen, die wichtigste Weihnachtsbotschaft: Was an Weihnachten wirklich zählt sind nicht die Geschenke oder der schönste und größte Weihnachtsbaum von allen, nein, was wirklich zählt ist das Miteinander, sind Freunde und Familie. Eine Botschaft, auf die auch wir Erwachsenen uns wieder mehr besinnen sollten.

Es ist früh am Weihnachtsmorgen und die Hummel Bommel ist aufgeregt, denn bald ist das große Weihnachtsfest. Die Wartezeit überbrückt die kleine Hummel mit ihren Freunden. Zusammen mit Ricardo zieht Bommel los, um zu sehen, was die anderen Insekten so machen. Gisela Grille hat ihre Stimme verloren und kann beim Weihnachtsfest keine Weihnachtslieder singen. Marie Marienkäfers Honigkekse sind verbrannt. Pastor Fliege findet nicht die richtigen Worte für seine Weihnachtsansprache. Das Wartezimmer von Doktor Weberknecht in der Insektenpraxis geht über, weshalb er keine Weihnachtsgeschenke kaufen kann und Papa Hummel hat keinen schönen Tannenbaum mehr bekommen. Doch das große Weihnachtsfest muss trotzdem nicht ausfallen. Der schiefe Weihnachtsbaum wirkt gerade, wenn man seinen Kopf schräg hält und verbrannte Kekse eignen sich, mit Schleifen daran, perfekt als Christbaumbehang. Die Weihnachtsansprache kommt diesmal von der kleinen Hummel Bommel und hat sogar Pastor Fliege überzeugt: Hauptsache wir haben uns!
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Wir werden heute noch das Rezept aus dem Buch ausprobieren und sind schon ganz gespannt, wie Marie Marienkäfers berühmte süße Honigkekse mit Blütenstaubpuder (Puderzucker) schmecken. 
 Ich möchte mich herzlich beim Verlag arsEdition für das tolle Rezensionsexemplar bedanken.

Wir wünschen euch einen schönen ersten Advent und hummelige Weihnachten!
Und vergesst nicht, was die kleine Hummel Bommel vermittelt: 
Was wirklich zählt ist die Familie!